Vita


Prof. Dr.-Ing. Michael Werling
Prof. Dr.-Ing. Michael Werling

Kurzbiographie

1950               Geboren in Ludwigshafen am Rhein
1970-1973     Architekturstudium an der Ingenieurschule Mainz
1973-1977     Architekturstudium an der Universität Karlsruhe
1977-1983     Wiss. Mitarbeiter an der Universität Kaiserslautern, Fachbereich A/RU/BI
1984               Promotion zum Dr.-Ing
1985-1990     Konservator (Dezernent) bei der Bezirksregierung Hannover (Obere Denkmalschutzbehörde)
seit 1990       Professor für Baugeschichte und Entwerfen

an der TH-Köln
2002-2006    Dekan der Fakultät
2012-2016       Mitglied des Senats

2016                Emeritierung, danach im eigenen Büro tätig

seit 2017        Vorsitzender des Bergischen Geschichtsvereins (BGV) Rhein-Berg e.V. und Denkmalbeauftragter des BGV-Gesamtvereins



Ausführliche Biographie

 

Geboren wurde ich am 11. September 1950 in Ludwigshafen/Rh. als zweites von insgesamt vier Kindern. Meine Eltern waren der Lokomotivführer Alban Werling und seine Ehefrau Gertrud Werling, geb. Scheckenbach. Von 1956 bis 1965 besuchte ich die Grund- und Hauptschule in Ludwigshafen/Rh. Von 1965 bis 1968 absolvierte ich eine Lehre als Bauzeichner im Architekturbüro Robert Günther in Ludwigshafen/Rh. Während der Lehre hatte ich drei Praktika von insgesamt neun Monaten Dauer in den verschiedensten Bauberufen absolviert. Der Besuch der Technischen Berufsaufbauschule in Mannheim erfolgte von 1968 bis 1970. Parallel zu dieser Zeit war ich als Mitarbeiter im Ingenieurbüro Gerhard Weckesser in Ludwigshafen-Rheingönheim tätig. Während ich im Büro Günther vor allem bei der Realisierung von Großprojekten beteiligt war, konnte ich im Büro Weckesser eine Reihe von Einfamilienhäusern vom Fundamentaushub bis zum Aufschlagen des Daches relativ selbständig betreuen.

 

Vom Herbst 1970 bis zum Ingenieurexamen im Sommer 1973 studierte ich Architektur an der Ingenieurschule in Mainz. In der vorlesungsfreien Zeit arbeitete ich bei Prof. Dr. Heinrich Schmitt, Ludwigshafen/Rh. Hier ging es vor allem um die Erarbeitung bzw. Neugestaltung (5. und 6. Auflage) seines renommierten Lehrbuches „Hochbaukonstruktion“. Für meine Ingenieurarbeit „Die konstruktiven und gestalterischen Unterschiede einiger Tempelpyramiden Mexikos“ weilte ich für sechs Wochen in Mexiko bzw. in Guatemala.

 

Bis zur Aufnahme meines Architekturstudiums an der Universität (TH) Karlsruhe arbeitete ich für ca. zwei Monate als „Kokillen-Resere“ am Hochofen des schwedischen Stahlwerks SKF-Hellefors Jernwerk bei Örebro. Während meines Architekturstudiums in Karlsruhe war ich bei Prof. Carl Heinz Kliemann (Lehrstuhl für Malerei und Graphik) als Tutor tätig. Die vorlesungsfreie Zeit verbrachte ich wiederum im Architekturbüro der Professoren H. Schmitt und Gerd V. Heene in Ludwigshafen/Rh. Nach meiner Diplomprüfung im Sommer 1977 - die Diplomarbeit „Kurzone Baden-Baden-West“ fertigte ich bei Prof. Dr. Karl Selg, (Lehrstuhl für Städtebau und Siedlungswesen) – konnte ich quasi nahtlos zum WS 1977/78 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Prof. Gerd Volker Heene am Lehrstuhl für Industrialisiertes Bauen und Industriebau an der Universität Kaiserslautern, Fachbereich Architektur/Raum- und Umweltplanung/Bauingenieurwesen (A/RU/BI) tätig werden.

 

 

 

Die Bearbeitung einer Dissertation über das „Ländliche Bauen in der Pfalz“ wurde abgebrochen, weil ich zusammen mit einigen Studierenden bei Wettbewerbsteilnahmen (Mitglied der Architektenkammer seit 1978) erfolgreich war und zur Umsetzung der „gewonnenen“ Bauaufgaben eine Bürogründung anstand. Ein zweiter Anlauf zur Bearbeitung einer Dissertation gelang im Sommer 1980, zunächst mit der gesamten steingerechten Bauaufnahme der ehemaligen Zisterzienserabteikirche in Otterberg. Zwischen 1981 und 1985 war ich als Lehrbeauftragter für „Baukonstruktion und Entwerfen“ an der Fachhochschule in Kaiserslautern tätig. Nach meiner Assistententätigkeit an der Universität war ich von 1983 bis 1985 als selbständiger Architekt und Partner bei meiner WERKS-Planungsgemeinschaft in Kaiserslautern tätig. Das Rigorosum und die Promotion zum Dr.-Ing. legte ich am 12. Dezember 1984 „Mit Auszeichnung bestanden“ ab. Das Thema lautet: „Die Baugeschichte der ehemaligen Abteikirche Otterberg unter besonderer Berücksichtigung ihrer Steinmetzzeichen“. Berichterstatter waren Prof. Dr.-Ing. Martin Graßnick und Prof. Dr.-Ing. Hartmut Hofrichter. Die Arbeit wurde 1985 mit dem Preis des “Freundeskreises der Universität Kaiserslautern e.V.“ für eine hervorragende wissenschaftliche Leistung ausgezeichnet.

 

Ab März 1985 konnte ich mich als Konservator bei der Bezirksregierung Hannover, Dezernat 406 Kunst, Kultur und Denkmalpflege betätigen. Mein Tätigkeitsbereich umfasste vor allem die „Städtebauliche Denkmalpflege“ als Träger öffentlicher Belange in der Bauleitplanung bis hin zur konkreten Denkmalausweisung vor Ort. Da der Regierungsbezirk Hannover sieben Landkreise umfasst (von der Stadtgrenze Bremen bis ins Weserbergland), war diese interessante Tätigkeit auch mit vielen Reisen verbunden, was die Bürotätigkeit auf eine angenehme Weise unterbrach.

 

1990 wurde ich als Professor für Baugeschichte, Stadtbaugeschichte und Entwerfen an die Technische Hochschule Köln berufen. An dieser Hochschule hatte ich von 2002 bis 2006 das Amt des Dekans der Fakultät für Architektur inne. Dies war eine schwierige Zeit, da auf Drängen des zuständigen Ministeriums die Umstellung vom Diplomstudiengang auf den Bachelor/Master-Studiengang umgesetzt, der Fachbereich (30 Professorinnen und Professoren) zur Fakultät mit sechs Instituten umgebildet und durch die umfassende Sanierung unseres Fakultätsgebäudes dies alles von einem unzulänglichen Ausweichquartier aus bewerkstelligt werden musste.

 

Seit 1993 führen meine Frau, Dipl.-Ing. Marianne Vogt-Werling, und ich ein kleines Architekturbüro in Bergisch Gladbach-Refrath. Bis etwa 2005/06 haben wir uns vor allem an Architekturwettbewerben beteiligt und in Arbeitsgemeinschaft mit dem Architekturbüro Franken und Kreft bzw. Architekturbüro Herbert Seybold um Hochbauten bzw. Messe- und Ausstellungsbauten gekümmert. In den letzten Jahren beschäftigen wir uns allerdings ausschließlich mit denkmalpflegerischen Fragestellungen.

 

Seit meiner Emeritierung im Jahre 2016 bin ich nur noch freiberuflich als Architekt und Gutachter in Sachen Denkmalpflege tätig. Außerdem wurde ich in das Amt des Vorsitzenden des Bergischen Geschichtsvereins (BGV) Rhein-Berg e.V. und als Denkmalbeauftragter des BGV-Gesamtvereins gewählt.